Geschäftsstelle
CDU Kreisverband Birkenfeld
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Stellungnahme der Kreis-CDU zur Strukturreform der Bundeswehr
„Insgesamt fallen im Kreis Birkenfeld mehr als 500 Dienstposten bei der Bundeswehr weg. Dies ist ein Verlust an Arbeitsplätzen, der uns arg beuteln wird“, so der CDU-Kreisvorsitzende, Prof. Dr. Wolfgang Benzel in einer Stellungnahme der CDU. „Doch damit nicht genug“, so Benzel weiter, „zahlreiche Familien werden, insbesondere im Umfeld von Birkenfeld, auf Grund von Versetzungen die Region verlassen, was zusätzlich schmerzt, da erhebliche Kaufkraft und Nachfrage nach Wohnraum gleich mit umzieht.“
Dass die Region, obwohl strukturschwach, ungeschoren davonkommen wird, daran hat auch bei der CDU niemand ernsthaft geglaubt. Und dass der Standort Birkenfeld in hohem Maße gefährdet war, ist kein Geheimnis. Von daher freut man sich natürlich, dass Idar-Oberstein sogar noch 60 Dienstposten zusätzlich erhält. Da dies jedoch unter anderem durch Verlegungen aus Kusel resultiert bleibt abzuwarten, wie die Folgen für die Region insgesamt aussehen.
Dennoch, der Kreis Birkenfeld hat in den vergangenen Jahrzehnten eine besondere Last getragen. Waren es zunächst die Lasten durch eine weit überdurchschnittliche Militärpräsenz, so sind es in den vergangenen 20 Jahren die wegfallenden Arbeitsplätze mit den damit verbundenen Kaufkraftverlusten, was unseren Kreis ebenfalls überdurchschnittlich belastet.
Von daher ist es nur recht und billig zu fordern, so Benzel, dass von Seiten des Bundes als auch des Landes große Anstrengungen unternommen werden müssen, dem Kreis Birkenfeld zu helfen. So kann erwartet werden, dass Unterstützung bei der Umwidmung und der Vermarktung der zukünftig leer stehenden Kaserne in Birkenfeld geleistet wird. Damit die Liegenschaft für einen größeren Investor interessant wird, sollte der bereits angedachte Bau einer Straßenanbindung an die B41 forciert und durch entsprechende finanzielle Zuwendungen auch realisierbar gemacht werden. Vielleicht entsteht dadurch die Chance, neue Arbeitsplätze in größerem Umfang anzusiedeln.
Damit wir nicht weiter ausbluten dürfen darüber hinaus zukünftig keine weiteren Dienststellen des Bundes oder des Landes aus dem Kreis wegverlegt, geschlossen oder verkleinert werden. Der Aderlass muss ein Ende haben. Gleichzeitig ist es unabdingbar, die uralte Forderung nach einer besseren Verkehrsanbindung sowohl Richtung Bad Kreuznach als auch in Richtung Flughafen Hahn noch einmal ganz oben auf die Agenda zu holen. Wenn wir wollen, dass Menschen in der Region bleiben und zusätzliche in die Region ziehen, dann hat dieser Ansatz oberste Priorität.


