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CDU Kreisverband Birkenfeld
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Eine Bundestagskandidatur ist kein Thema
Kommunalpolitik Der neue Vorsitzende Wolfgang Benzel will die Kreis-CDU repräsentieren, positionieren und profilieren
Kreis Birkenfeld. Eine Kandidatur bei der Bundestagswahl im nächsten Jahr ist für den neuen CDU-Kreisvorsitzenden Prof. Dr. Wolfgang Benzel kein Thema. Ob er bei der nächsten Landtagswahl antritt, will er erst entscheiden, „wenn diese Frage ansteht. Dafür ist es jetzt noch viel zu früh“, bekundete der 44-Jährige im Interview mit der Nahe-Zeitung. Seine Aufgabe sieht er jetzt zunächst vorrangig darin, die Partei im Kreis Birkenfeld „zu repräsentieren, zu positionieren und zu profilieren“.
Prof. Dr. Wolfgang Benzel äußerte sich in der Redaktion der Nahe-Zeitung zu seinen Plänen und Vorstellungen.Dabei setzt der Oberbrombacher auf möglichst offene Kommunikation und die frühzeitige Einbindung von betroffenen Bürgern und Interessengruppen. Eine Arbeitsteilung innerhalb des Kreisvorstandes soll helfen, die zusätzliche Belastung für ihn selbst in Grenzen zu halten. „Aber die Tage sind für mich durch die neue Aufgabe natürlich schon noch ein bisschen länger geworden.“
Die Diskussion um einen möglichen Nationalpark im westlichen Hunsrück wird nach Einschätzung des einst von dem früh verstorbenen früheren Landtagskandidaten Wolfgang H. München angeworbenen Christdemokraten im Kreis Birkenfeld das beherrschende Thema in den nächsten ein bis zwei Jahren sein. Er selbst hat dazu noch keine abschließende Meinung. „Dafür fehlen mir noch etliche grundlegende Informationen.“ Die Stimmung im Kreis sei gespalten, weil „zurzeit noch zu viele Fragen offen sind“. Aber auch der CDU-Kreischef, der sich im Oktober beim Kreisparteitag in Algenrodt klar gegen Amtsinhaberin Kirsten Beetz durchgesetzt hatte, plädiert dafür, einen Nationalpark zunächst einmal grundsätzlich als Chance zu sehen. Er warnt aber auch vor allzu großer Euphorie. Entscheidend sei, inwieweit das Projekt identitätsfördernd wirken kann. Eine ganz große Unbekannte ist für den Kreisvorsitzenden, „inwieweit durch einen Nationalpark private Initiativen und Investitionen angestoßen werden“.
Der zweifache Familienvater sorgt sich generell um das Image des Landkreises. Die weit verbreitete Hier-ist-alles-schlecht-Mentalität schade schon allein psychologisch. Sein Herzenswunsch im Interesse der Region: „Einfach mal positiver an Sachen herangehen.“
Nahe Zeitung vom Freitag, 27. Januar 2012, Seite 15



