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Landrat präsentiert sich topfit

Feuerwehr Dr. Matthias Schneider absolvierte alljährlichen Härtetest der Atemschutzgeräteträger

Kreis Birkenfeld. Die im Atemschutz aktiven Feuerwehrleute im Landkreis Birkenfeld müssen einmal pro Jahr einen Härtetest unter schwerer körperlicher Anstrengung absolvieren, um weiterhin die Zulassung als Atemschutzgeräteträger zu erhalten. Landrat Dr. Matthias Schneider wollte diesen Test persönlich in Augenschein nehmen und dies auch einmal selbst erfahren. Zuvor musste er sich – wie jeder Absolvent – einer arbeitsmedizinischen Untersuchung unterziehen. Diese ist Voraussetzung, um Atemschutzgeräte tragen zu dürfen. Der Test lief in der kreiseigenen Atemschutzübungsstrecke in der Feuerwache 1 in Idar-Oberstein.

Dr. Matthias Schneider schaute sich die kreiseigene Atemschutzübungsstrecke in der Feuerwache 1 in Idar-Oberstein nicht nur an, sondern absolvierte den alljährlichen Härtetest der Spezialeinsatzkräfte gleich selber.Dr. Matthias Schneider schaute sich die kreiseigene Atemschutzübungsstrecke in der Feuerwache 1 in Idar-Oberstein nicht nur an, sondern absolvierte den alljährlichen Härtetest der Spezialeinsatzkräfte gleich selber.Hierbei wurde Schneider von zwei seiner Mitarbeiter, Brandamtsrat Ignaz Forster und Kreisfeuerwehrinspekteur Eberhard Fuhr, begleitet. Auch diese beiden absolvieren den Test jedes Jahr.

Unter der fachlichen Leitung von Kurt-Helmut Edinger, Leiter der Atemschutzübungsstrecke, wurde der Landrat in den Trainingsablauf eingewiesen. Nachdem er von den Hauptgerätewarten der Feuerwehr Idar-Oberstein, Udo Schuff und Klaus Schneider, eine Einweisung in die Handhabung eines Atemschutzgerätes erhalten hatte und die persönlichen Daten wie Alter, Größe, Gewicht und Lungenvolumen erfasst und in einen Computer notiert worden waren, ging es zuerst einmal auf den Fahrradergometer.

Hier müssen 3,5 Minuten gefahren werden, ohne dass der Puls auf mehr als 180 Schläge pro Minute (abzüglich Lebensalter) ansteigt. Anschließend wird der Blutdruck gemessen, um die körperliche Fitness für den bevorstehenden Test zu bestätigen. Danach geht es dann in voller Montur – Schutzanzug, Stiefel, Helm, Handschuhe, Atemschutzgerät im Gesamtgewicht von rund 25 Kilogramm – auf die Endlosleiter. Hier müssen 15 Meter gestiegen werden, danach geht es auf ein Laufbandergometer, auf dem 250 Meter mit 6 Prozent Steigung in schnellem Schritt bewältigt werden müssen.

Danach kommt ein „Käfig“ in völliger Dunkelheit – eine Hindernisbahn mit einer Gesamtlänge von 50 Metern, bei der die Hälfte der Strecke nur auf allen Vieren bewältigt werden kann und in der sich auch noch Autoreifen und weitere Hindernisse befinden. Nach der letzten Kurve geht es dann noch durch ein enges, vier Meter langes Rohr, das durchkrochen werden muss. Jetzt wartet der „Heißbereich“: Acht Meter, die zur Hälfte ebenfalls im Kriechgang bewältigt werden müssen – bei Temperaturen von gut 80 Grad Celsius. Wieder aus dem Käfig geht es an den Schlaghammer. Dort müssen 50 Kilogramm Gewicht mittels eines Seilzuges über eine lose Rolle 14-mal gezogen werden. Dann zum Abschluss nochmals auf die Endlosleiter, um die letzten 15 Meter zu bewältigen. Für den gesamten Ablauf hat man nur maximal 22 Minuten Zeit, da dann auch der Atemluftvorrat zur Neige geht und der Atemschutzgeräteträger im Ernstfall ersticken oder sich die Atemschutzmaske vom Gesicht reißen würde.

Hat man den Test nach dreimaligem Versuch bestanden, ist man atemschutzuntauglich und darf in diesem Bereich der Feuerwehr nicht mehr eingesetzt werden. Dies ist für die Sicherheit der eingesetzten Atemschutztrupps gesetzlich geregelt. Die Tests sind unabdingbar, bestätigen sie doch die physische und die psychische Belastbarkeit der Feuerwehrleute.

Landrat Dr. Schneider durchlief alle geforderten Prüfungsteile ohne Probleme. Er zeigte sich sichtlich beeindruckt von den hohen Anforderungen, die an die Feuerwehranghörigen gestellt werden, und zollte den Löschkräften hohen Respekt für ihren Dienst für die Mitbürger.

Nahe Zeitung vom Freitag, 27. Januar 2012, Seite 17

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