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Kreis-CDU fordertkonkretes Konzept für den Nationalpark

Stellungnahme Landrat soll Verhandlungen aufnehmen

Der CDU-Kreisverband Birkenfeld fordert das Land auf, seine konkreten Vorstellungen für einen Nationalpark im Bereich Hochwald-Idarwald vorzulegen. Die CDU will insbesondere wissen, wie das damit verbundene wirtschaftliche Entwicklungskonzept angedacht ist, wie die Finanzierung aussieht, wie die Nationalparkverordnung ausgestaltet werden soll, welche Mitspracherechte die Nationalpark-Kommunen haben und welche begleitenden infrastrukturellen Maßnahmen geplant sind. Für den Vorstand des Kreisverbandes betont der Vorsitzende Prof. Dr. Wolfgang Benzel, „dass der Bau der Hunsrückspange für den Kreis Birkenfeld das bedeutsamste Strukturprojekt ist“. Die Kreis-CDU bittet den Landrat, mit Nachdruck die Verhandlungen mit dem Land aufzunehmen. „Die Menschen in der Region müssen endlich wissen, worüber wir konkret diskutieren.“ Erst dann sei eine abschließende Entscheidung für oder gegen den „Nationalpark Hunsrück“ möglich.

Stellungnahme des CDU-Kreisverbandes Birkenfeld zum Nationalparkprojekt „Hochwald-Idarwald“

Die Koalitionsvereinbarungen der Rot-Grünen Landesregierung sehen vor, ein Gebiet für einen Nationalpark mit dem Ziel zu suchen, innerhalb der Legislaturperiode eine geeignete Region zu finden und die notwendigen Schritte zur Einrichtung des Parks auf den Weg zu bringen.

Neben vier weiteren Gebietskulissen steht von Beginn an der Staatswald der Region Hochwald-Idarwald mit im Fokus der Betrachtung möglicher geeigneter Räume. Aktuell stellt sich die Situation so dar, dass neben dem Soonwald wohl nur noch dem Bereich Hochwald-Idarwald Chancen eingeräumt werden, wobei der Raum Hochwald-Idarwald berechtigte Chancen hat, den Zuschlag zu erhalten.
Dabei ist zu beachten, dass laut Aussage des zuständigen Ministeriums den betroffenen Regionen ein umfangreiches Mitspracherecht eingeräumt wird und es nicht zu Entscheidungen ohne ein positives Votum der Region kommen soll.

Nationalpark brachte der Eifel viele Impulse

Informationsfahrt: Mehr als 100 Teilnehmer

Auf einer barrierefreien Route durch den Nationalpark Eifel sind viele Informationen auch blindengerecht aufbereitet, wie etwa diese ertastbare Reliefkarte der Umgebung.Foto: Jörg Staiber Auf einer barrierefreien Route durch den Nationalpark Eifel sind viele Informationen auch blindengerecht aufbereitet, wie etwa diese ertastbare Reliefkarte der Umgebung.Foto: Jörg Staiber Auf einer barrierefreien Route durch den Nationalpark Eifel sind viele Informationen auch blindengerecht aufbereitet, wie etwa diese ertastbare Reliefkarte der Umgebung.Foto: Jörg Staiber Kreis Birkenfeld. Mit zwei Reisebussen waren Mitglieder der SPD- und der CDU-Kreistagsfraktionen sowie zahlreiche Interessierte in die Nordeifel gefahren, um sich dort, in einem der jüngsten Nationalparks Deutschlands, über die Chancen und Probleme eines solchen Schutzgebietes zu informieren. Unter den mehr als 100 Mitfahrern waren neben dem Landtagsabgeordneten Hans Jürgen Noss, Landrat Dr. Matthias Schneider und dem Kreisbeigeordneten Klaus Beck auch die Verbandsgemeindebürgermeister Uwe Weber aus Herrstein und Dr. Bernhard Alscher aus Birkenfeld sowie der Idar-Obersteiner Beigeordnete Friedrich Marx.

Dafür, dass alle Beteiligten die Fahrt als großen Gewinn mit vielen fundierten Informationen empfanden, sorgte vor allem Nationalparkleiter Henning Walter. Der frühere Chef des dortigen staatlichen Forstamtes hatte die Einrichtung des Nationalparks von Anfang begleitet und vorangetrieben und zeigte sich mit sämtlichen Problemstellungen, seien sie forstlicher, organisatorischer, politischer oder ökonomischer Natur, bestens vertraut.

Viele Infos aus der Eifel

Nationalpark SPD und CDU auf gemeinsamer Fahrt

Nationalparkleiter Henning Walter machte mit rund 100 Besuchern aus dem Kreis Birkenfeld einen Rundgang durch den Park. Foto: Jörg StaiberNationalparkleiter Henning Walter machte mit rund 100 Besuchern aus dem Kreis Birkenfeld einen Rundgang durch den Park. Foto: Jörg StaiberKreis Birkenfeld. Mehr als 100 Interessierte waren am Samstag bei einer gemeinsamen Fahrt der SPD- und CDU-Kreistagsfraktionen in den Naturpark Eifel dabei, um sich vor Ort ein Bild über die Chancen und Probleme bei der Einrichtung eines Nationalparks zu machen. Sie erhielten eine Vielzahl an Informationen bei einer mehrstündigen Informations- und Diskussionsveranstaltung und einen Rundgang durch einen Teil des vor acht Jahren eingerichteten Parks. Ein ausführlicher Bericht folgt.

Nahe Zeitung vom Montag, 26. März 2012, Seite 11

Pressemitteilung zur Veranstaltung „Nationalpark: Sagen Sie uns Ihre Meinung!“

Unter dem Motto „Nationalpark: Sagen Sie uns Ihre Meinung!“ hatte der CDU-Kreisverband am Mittwoch, den 14.03., alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einer Diskussionsveranstaltung in die Jahnturnhalle nach Birkenfeld eingeladen. Ziel war es, Meinungen und Informationen auszutauschen, um diese in den weiteren Diskussionsprozess einfließen zu lassen.

Neben ca. 120 Besuchern konnte der Kreisvorsitzende, Prof. Dr. Wolfgang Benzel, als Referenten den Waldbesitzer Michael Prinz zu Salm-Salm, den Morbacher Bürgermeister Andreas Hackethal sowie den ehemaligen Leiter des Forstamtes Birkenfeld und Vorsitzenden der Bürgerinitiative pro Nationalpark, Dr. Ulrich Sommer, begrüßen. Landrat Dr. Matthias Schneider komplettierte das Podium.

Landrat Schneider bezog bereits in seinen Grußworten klar Position dahingehend, dass ein voreiliges Nein etwaige Chancen ungenutzt lässt. Er ergänzte dies am Abend mit der Bemerkung, dass er als Landrat eine Meinung habe und diese auch vertrete. Er ist der Region verpflichtet und diese Verpflichtung nehme er sehr ernst.

Nach Darstellung der Positionen der Referenten, wobei Prinz zu Salm-Salm und Bürgmereister Hackethal Plädoyers gegen und Dr. Sommer pro Nationalpark hielten, begann eine kontroverse und zum Teil auch stark polarisierende Diskussion. Dabei kam zum Ausdruck, dass die unterschiedlichen Positionen zum Teil extrem voneinander abweichen und es noch erheblichen Klärungsbedarf gibt. Insbesondere die zum Teil widersprüchlichen Zahlen verwirrten mehr, als sie nützten.

Nach über drei Stunden resümierte Benzel, dass es kluger Konzepte bedarf, die eine höhere Wertschöpfung für die Region generieren, als dies in anderen Nationalparken zum Teil der Fall ist. „Wir müssen alles auf den Prüfstand stellen und dann eine Entscheidung treffen, von der wir überzeugt sind“, so der CDU-Kreisvorsitzende.

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