Geschäftsstelle
CDU Kreisverband Birkenfeld
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Kreisverband der Senioren-Union informierte sich über den „Weissen Ring“!
Nicht zu beneiden sind die ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter im Weissen Ring, dem -Gemeinnützigen Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten e.V. –
Nur eine in sich gefestigte starke Persönlichkeit kann, ohne selber Schaden zu erleiden, mit dem Leid und den teilweise nicht wieder zu gebenden Tatsachen, die den zu begleitenden Opfern angetan wurden, umgehen.
Der Kreisverband Birkenfeld der Senioren-Union hatte zu einem sehr informativen, durch Tatsachenschilderungen untermauerten, kurzweiligen Vortrag in den Konferenzraum der Gaststätte Ibis im Stadttheater eingeladen und mit Frau Erika Woyde, Außenstellenleiterin -Weisser Ring- für den Landkreises Birkenfeld und Herrn Gregor Schmidt, gleich zwei hochrangige Referenten gewinnen können. Natürlich hat Jeder schon einmal etwas vom „Weissen Ring“ gehört, aber viele wissen nicht, dass es die einzige bundesweite Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer und ihre Familien ist. Dort bekommen Betroffene in Notlagen Soforthilfe, werden auch öffentlich, wie z.B. bei der Wiedergutmachung ihres Schadens unterstützt und bekommen wertvolle Hinweise zur Kriminalitätsvorbeugung.
Zu jeder Straftat gehören bekanntlich mindestens zwei, Täter und Opfer. In unserem Rechtsstaat bekommt jeder Täter einen Anwalt und auf Verlangen vielfältige ärztliche Betreuung und was ist mit dem Opfer? Man kann die grundsätzliche Forderung des Vereins nach einem kostenlosen Opferanwalt, genau wie nach psychologischem Beistand verstehen, denn in den meisten Fällen werden die Opfer mit ihren Erlebnissen allein gelassen. Nur auf Verlangen dürfen Mitarbeiter des Weissen Rings sie betreuen und wer weiß das schon?
Gewalt in jeder Form ist keine Privatsache, so der Senioren- Union Kreisvorsitzende Karl-Heinz Totz. Viele denken: Gewalt spielt sich nicht im persönlichen Umfeld sondern in den „einschlägigen Kreisen“ ab und mit denen hat man doch weder gezielt noch zufällig Berührungspunkte.
Für viele unvorstellbar, aber leider eine sehr häufig vorkommende Tatsache ist, das Gewalt durch nahestehende Personen ausgeübt wird. In den meisten Fällen sind dann Frauen, Kinder oder ältere Menschen deren Opfer, vielfach hilflos und in sozialer oder wirtschaftlicher Abhängigkeit.
„Wir sind alle lebenserfahren und haben sicherlich schon viel mitgemacht“, so Karl-Heinz Totz, „aber wenn man mit Gewalt in jeglicher Form so direkt konfrontiert wird, ist das schon sehr beindruckend, denn hinter jedem Fall steht ein persönliches menschliches Schicksal. Bei Ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit, wünschen wir Ihnen alle weiterhin viel Kraft und trotz allem ein positives Denken“.
Vielfach konnte man von den Besuchern hören, dass sie aus dem Vortrag, der auch spezielle Tipps für den Schutz vor Gewalt, Präventivmaßnahmen und Verhaltensmaßregeln beinhaltete, für sich persönlich viel mitgenommen haben und die Arbeit und das Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiter des Weissen Rings noch mehr zu schätzen wissen.



